Urbaner Klee

Klee ist in unseren Städten und Dörfern so allgegenwärtig, dass er oft übersehen wird. Äh nein, dass sie oft übersehen werden, es sind nämlich mehrere Klee-Arten, die bestens an das Überleben im urbanen Raum angepasst sind. Sie zählen entweder zu den Sauerkleegewächsen oder zur großen Familie der Hülsenfrüchte.

Sauerklee und Weißklee
Sauerklee (links) und die Arten aus der Hülsenfrüchte-Familie lassen sich einfach anhand ihrer Blüten unterscheiden. Rechts zu sehen ist Weißklee.

Horn-Sauerklee, Gehörnter Sauerklee (Oxalis corniculata)

Oxalis corniculata

Der Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata) stammt aus dem Mittelmeerraum, ist aber mittlerweile auch bei uns heimisch. In meinem Kiez häufig anzutreffen ist die rotblättrige Form, es gibt aber auch eine Variante mit grünen Blättern.

Oxalis corniculata wächst mehrjährig, übersteht aber keine harten Winter, sodass er bei uns als einjährig gilt. Dieser Sauerklee besiedelt Mauern, Wegränder, Straßenränder oder lässt sich in Balkonkästen nieder. Er kann sich selbst befruchten, dann blüht er nicht, sondern bildet nur Samenkapseln aus. Das machen auch andere Sauerkleegewächse so.

Sauerklee auf Mauer
Sauerklee auf einer Mauer.
Sauerklee zwischen Pflastersteinen
Sauerklee zwischen Pflastersteinen.

Weiß-Klee (Trifolium repens)

Trifolium repens

Ebenfalls weit vorgedrungen in den urbanen Raum ist der Weiß-Klee (Trifolium repens). Er zählt zu den Hülsenfrüchten und ist an Wegrändern, zwischen Steinfugen, in Gärten, Parks und in Wiesen zu finden. Seine Blütezeit dauert von Mai bis Juli, er kann aber auch im Herbst vereinzelte Bllüten zeigen.

Weiß-Klee ist eine wichtige Nahrungsquelle für Hummeln und andere Wildbienen. Zeitgenossinen, die es nicht so mit „Unkraut“ haben, finden im Fachhandel dekorative Zuchtformen mit grün-weißen oder roten Blättern.

Weißklee am Wegrand
Weißklee am Wegrand.
Weißklee verblüht
Verblühender Weißklee
Weißklee mit Wildbiene
Weißklee mit Wildbiene.
Weißklee Isabella
Weißklee der Sorte „Isabella“ ist in Gärtnereien und Gartencentern zu erhalten.
Weiß-Klee im Garten
Weiß-Klee in meinem Garten. Von den Blüten ernähren sich Bienen, zwischen den Blättern können sich junge Eidechsen verstecken.

Hopfenklee (Medicago lupulina)

Hopfenklee

In der Erscheinungsform dezenter als die oben vorgestellten Arten, aber nicht minder urban lebend, ist der Hopfenklee (Medicago lupulina). Ihn habe ich in diesem Artikel bereits ausführlich vorgestellt.

Hopfenklee am Wegrand

Gewöhnlicher Hornklee, Schotenklee (Lotus corniculatus)

Hornklee am Wegrand

Der Gewöhnliche Hornklee besiedelt Wegränder, Straßenränder, Böschungen, Verkehrsinseln, Parks und Gärten. Da er tief wurzelt, kann er auch an trockenen Standorten überleben. Seine Blütezeit dauert von Mai bis September. Er wächst mehrjährig und wird zwischen 10 und 50 Zentimeter hoch.

Mit den Lotosblumen ist Lotus corniculatus nicht verwandt.

Lotus corniculatus

Hornklee am Straßenrand
Wenn es sein muss, kann der Gewöhnliche Hornklee auch am Straßenrand überleben.
Hornklee mit Kartäuserschnecke
Schoten des Hornklee und eine Kartäuserschnecke, entdeckt auf einer Verkehrsinsel.

Weißer Steinklee (Melilotus albus)

Steinklee
Weißer Steinklee zwischen Pflastersteinen auf einem Parkplatz.

Der Weiße Steinklee kann bis zu 1,5 Meter hoch werden, erreicht solche Höhen aber nur an Standorten, an denen er ungestört wachsen kann. In urbanen Regionen bleibt er deutlich kleiner.

Melilotus albus besiedelt Wegränder, Bahndämme und Äcker, seine Blütezeit dauert von Juni bis September.

Melilotus albus

Steinklee auf Gehweg
Weißer Steinklee auf einem Gehweg.
Steinklee hinter Bauzaun
Gut 1,5 Meter hoher Steinklee hinter einem Bauzaun. Im Vordergrund ist die Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus) zu sehen, das ist die Wildform von Chicorée, Radicchio und dem Zuckerhutsalat.

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